Im Interview

„Wir sind ein Gesamtlösungsanbieter“

Sebastian Lochbühler wusste schon in jungen Jahren genau, was er wollte: bei einer Bank Geschäftskunden betreuen. Diesem Ziel ist er bis heute treu geblieben. Seit März 2019 leitet er den Bereich Firmenkunden bei der VR Bank Rhein-Neckar.

Sebastian Lochbühler, Bereichsleiter Firmenkunden
Sebastian Lochbühler, Bereichsleiter Firmenkunden


Zur Person

Sebastian Lochbühler wurde in Heidelberg geboren und ist 46 Jahre alt. Nach dem Abitur hat er eine Ausbildung zum Finanzassistenten bei der Sparkasse Heidelberg absolviert, wo er dann fast 25 Jahre überwiegend in der Firmenkundenbetreuung tätig war. Unter anderem hat er die Existenzgründungsberatung mit aufgebaut und elf Jahre lang die beiden Firmenkundencenter der Sparkasse Heidelberg in Schwetzingen und Hockenheim geleitet. Er ist verheiratet, hat einen Sohn und wohnt in Schriesheim. Er mag Fußball, Musik und Sport.

 

Herr Lochbühler, nach fast 25 Jahren bei der Sparkasse Heidelberg haben Sie sich entschlossen, zur VR Bank Rhein-Neckar zu wechseln. Das ist ein großer Schritt. Was hat Sie dazu bewogen?

Meine Aufgabe bei der VR Bank Rhein-Neckar ist es, das Firmenkundengeschäft weiter auszubauen. Das finde ich sehr reizvoll, da ich gerne Neues gestalte. Mich hat die angenehme und vertrauensvolle Atmosphäre hier im Haus, die mir schon beim ersten Kennenlernen aufgefallen ist, sofort überzeugt ebenso wie die Tatsache, dass mir die Position sehr viel Gestaltungsspielraum eröffnet. Zudem hat es einen besonderen Reiz, direkt für Mitglieder zu arbeiten. Und noch etwas hat mich zu dem Wechsel veranlasst: Ich mag den etwas rauen Charme von Mannheim und Ludwigshafen sowie den SV Waldhof.

Sie wussten bereits als Schüler, welchen Beruf Sie einmal ausüben wollen. Was macht Ihnen am meisten Spaß an Ihrer Arbeit?

Ich liebe den persönlichen Kontakt zum Kunden und will verstehen, wie sein Betrieb funktioniert. Das Geschäftsgebiet der VR Bank Rhein-Neckar mit Großstädten und ländlichen Gebieten ist sehr abwechslungsreich. Dadurch hat man es mit Kunden aus sehr unterschiedlichen Bereichen zu tun – von der Großindustrie über Start-ups bis hin zur Landwirtschaft.

Welche Aufgaben sind Sie zuerst angegangen?

Ein wichtiges Projekt ist es, den Firmenkundenbereich neu zu strukturieren. Das bedeutet, dass wir die Berater, die bisher sehr unterschiedliche Kundengruppen betreut haben, etwa ein Großunternehmen und einen Handwerksbetrieb, neu aufstellen. Künftig wollen wir die Kompetenzen bündeln, um noch optimaler auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen zu können. Einzelne Berater sollen sich auf bestimmte Unternehmensarten konzentrieren, zum Beispiel auf Start-ups, Landwirtschaftsbetriebe oder Industrieunternehmen.

Die gesamte Bankenbranche ist einem starken Wandel unterworfen, nicht nur aufgrund der Digitalisierung. Das klassische Geschäft mit Krediten hat ausgedient; neue Geschäftsmodelle sind gefragt. Wohin geht die Reise bei der VR Bank Rhein-Neckar?

In der Tat, durch die Zinsentwicklung bringen Kredite den Banken heute kaum noch Ertrag. Wir brauchen neue Konzepte. Im Firmenkundenbereich ist es unser Ziel, uns als ganzheitlicher Partner zu etablieren. Deshalb bauen wir gerade die VR Finanz­manufaktur auf, eine Art Vermögensberatung für Firmenkunden. Dort bieten wir gebündelt sehr hochwertige Angebote zu Themen wie Liquidität, Anlage und Unternehmensnachfolge an und versuchen, gemeinsam mit dem Kunden passende Lösungen zu finden. Die Beratung wird bisher sehr gut angenommen.

 

2020 kam mit der Coronapandemie eine weitere, ganz besondere Herausforderung hinzu. Wie hat sich diese auf Ihre Arbeit ausgewirkt?

Innerhalb kürzester Zeit haben wir für unsere Kunden ein Onlineverfahren zu den Hilfsprogrammen der Bundesregierung aufgesetzt und kontinuierlich aktualisiert. Manchmal gab es stündlich Änderungen, die wir berücksichtigen mussten. Das Gute daran: Es hat sich gezeigt, wie gut wir aufgestellt und in der Lage sind, Dinge sehr schnell auf den Weg zu bringen.

Wird sich durch die Erfahrungen im vergangenen Jahr dauerhaft etwas verändern?

Ja, auf jeden Fall im Hinblick auf die Digitalisierung. So möchten wir weiterhin virtuelle Veranstaltungen durchführen und das Format ausbauen. Beispielsweise haben wir 2020 zum ersten Mal ein Digital­event für Start-ups aufgesetzt, mit dessen Resonanz wir sehr zufrieden waren.

Mehr Informationen zur digitalen Veranstaltung Gründerwoche 2020.

Haben sich auch die Erwartungen der Kunden an die Bank verändert?

Der Markt ist aggressiver geworden. Kunden, die einen Kredit benötigen, können sich ihre Bank heute frei aussuchen. Wir sind also gezwungen, uns vom Markt abzuheben. Das gewährleisten wir durch die aktive Ansprache und die Nähe zu unseren Kunden. Zudem zeigt sich, dass das Thema Genossenschaft eine Renaissance erlebt und Nachhaltigkeit unseren Kunden immer wichtiger wird.

Wie soll der Kunde den Firmenbereich der VR Bank Rhein-Neckar in Zukunft wahrnehmen?

Unsere Kunden sollen wissen, dass sie bei uns umfassend betreut werden. Sie können mit uns über viele unterschiedliche Kanäle kommunizieren: Ob digital oder im persönlichen Gespräch beraten wir sie kompetent und individuell auf ihr Unternehmen und ihre Anforderungen hin. Wir sind ein Gesamtlösungsanbieter und darüber hinaus den genossenschaftlichen Werten verbunden.

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