Neuer Dachgarten der VR Bank Rhein-Neckar
Grüne Oase für Mensch und Natur
Von der Zierfläche zum Lebensraum: Auf dem Tiefgaragendach der Augustaanlage 61 entsteht seit Herbst 2025 ein neuer Mitarbeitergarten. Mit der naturnahen Begrünung setzt die VR Bank Rhein-Neckar ein Zeichen für mehr Biodiversität und Klimaschutz in der Stadt. Gleichzeitig gewinnen die Mitarbeitenden einen Ort im Grünen, in dem sie in Ruhe arbeiten, sich entspannen und vernetzen können.
Die Neugestaltung ins Rollen brachte ein Wasserschaden. Der alte Mitarbeitergarten auf dem Tiefgaragendach musste weichen, die Beschädigungen waren zu groß. Die Genossenschaftsbank nutzte die Chance und entwickelte zusammen mit Fachleuten ein naturnahes Gartenkonzept.
Heimische Pflanzen als Nahrungsquelle
Statt Zierflächen und exotischen Pflanzen werden dort bald regionale Stauden, Wildblumen und Gehölze wachsen und erblühen. Die heimischen Arten sind an das lokale Klima angepasst, benötigen weniger Pflege und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und anderen Insekten über die gesamte Vegetationsperiode Nektar und Pollen. Wildbienennisthilfen ergänzen das Angebot und schaffen zusätzliche Lebensräume für die bedrohten Bestäuber.
Stadtgrün verbessert Klimaresilienz
Besonders in Städten wie Mannheim spielen solche Grünflächen eine wichtige Rolle. Laut Index des Verbands Deutsche Umwelthilfe zählt die Quadratestadt aufgrund ihrer hohen Versiegelung zu den heißesten Städten Deutschlands. Begrünte Dächer und naturnahe Flächen wirken dem Hitzeinseleffekt entgegen und verbessern das Mikroklima: Sie verdunsten Wasser, kühlen die Umgebung, speichern Niederschlag und filtern Schadstoffe aus der Luft. Gleichzeitig bieten sie Lebensraum für Insekten- und Vogelarten, die in dicht bebauten Gebieten sonst kaum Rückzugsorte finden.
Trittsteinbiotop für die Region
Ein weiterer Vorteil: Naturgärten wie der in der Augustaanlage fungieren oft als sogenannte Trittsteinbiotope. Insekten siedeln sich zeitweise auf den Flächen an, vermehren sich und fördern auf diesem Wege den genetischen Austausch zwischen den größeren Naturschutzgebieten innerhalb der Metropolregion Rhein-Neckar. Das stärkt die einzelnen Populationen und die biologische Vielfalt.
Daten statt Bauchgefühl
Wie wirksam die Maßnahme des Naturgartens tatsächlich ist, misst die VR Bank Rhein-Neckar mit dem Insector des Mannheimer Start-ups Bee friendly. Das Gerät wurde bereits vor der Bepflanzung installiert und dokumentierte den Ausgangszustand. Künftig erfasst es kontinuierlich, welche Insektenarten den Garten nutzen und wie sich die Populationen entwickeln. Eine Künstliche Intelligenz wertet die Daten aus und liefert verlässliche Erkenntnisse über die Biodiversität am Standort.
Arbeiten, treffen, entspannen
Für die Mitarbeitenden entsteht eine vielseitig nutzbare Außenfläche. Hinter dem Gebäude, geschützt vom Straßenlärm, bietet der neue Dachgarten Raum für Begegnung und Erholung. Verschiedene Bereiche laden dazu ein, den Arbeitsplatz bei schönem Wetter ins Freie zu verlagern, Teambesprechungen im Grünen abzuhalten oder die Pausen in der Sonne zu genießen. Gemeinsam mit der MOVE & MEET-Area in den Innenräumen erweitert die Genossenschaftsbank damit ihre Angebote für flexible Arbeitsformen und stärkt die Work-Life-Balance.
Vorbild für Kundinnen und Kunden
Die VR Bank Rhein-Neckar versteht ihren neuen Dachgarten auch als Impuls für die Region. Viele Privat- und Firmenkunden besuchen das VolksbankHaus an der Augustaanlage und können sich vor Ort selbst ein Bild machen. Das Projekt zeigt, dass naturnahe Gestaltung auch auf begrenztem Raum funktioniert und messbare Ergebnisse liefert. Die Bank möchte ermutigen: Jede Fläche zählt. Ob Firmendach, Innenhof oder Privatgarten – Naturgärten in der Stadt sind machbar und bringen Mehrwert für Mensch, Klima und Artenvielfalt.