Zufriedenstellendes Ergebnis

Bericht der VR Bank Rhein-Neckar

Anspruchsvolle Rahmenbedingungen wie die anhaltenden Niedrigzinsen, neue regulatorische Anforderungen, die Coronapandemie und die schwierige gesamtwirtschaftliche Lage stellten uns 2020 vor viele Herausforderungen. Umso mehr sind wir mit unserem ­Geschäftsergebnis zufrieden. Unsere Bilanzsumme beträgt 4.721 Mio. Euro und ist damit um 256 Mio. Euro höher als im Vorjahr. Die Einlagen unserer Kunden und das Volumen ausgegebener Kundenkredite sind im Vergleich zu 2019 gestiegen. Wir betreuten 2020 ein Kundenvolumen von 8.694 Mio. Euro; das ist ein Zuwachs von 340 Mio. Euro. Die Grundlage für dieses positive Ergebnis bilden zum einen das Vertrauen, das uns unsere Mitglieder und Kunden entgegenbrachten, und zum anderen ihre Zufriedenheit mit unseren Leistungen. Auch die kontinuierliche Weiterentwicklung unseres Geschäftsmodells und unsere genossen­schaftlichen Werte trugen dazu bei. Das motiviert uns, künftigen Herausforderungen mit Zuversicht zu begegnen.

Deutliches Plus im Kreditgeschäft

Investitionen

Die Kreditnachfrage unserer Kunden ist weiterhin hoch: Das Gesamtvolumen der Kredite an Privat- und Firmenkunden stieg um 180 Mio. Euro auf 2.651 Mio. Euro, was einem Wachstum von 7 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dabei belief sich das Volumen der Immobiliendarlehen auf 1.648 Mio. Euro, das der gewerblichen Finanzierungen auf 634 Mio. Euro. Insgesamt wurden neue Kredite in Höhe von 701 Mio. Euro für die Region vergeben. Das Volumen der neu abgeschlossenen Wohnbaukredite lag bei 412 Mio. Euro, was ungefähr dem Vorjahresniveau entspricht. Als verlässlicher Partner des Mittelstands haben wir die Unternehmen in der Region bei ihren Investitionsvorhaben mit 194 Mio. Euro unterstützt. Der Kreditbestand kurz- und mittelfristiger Finanzierungen bei unserem Partner TeamBank betrug Ende 2020 rund 64 Mio. Euro.

Investitionen

Investitionen in die Zukunft

500 Mio. Euro Investitionen in die Digitaloffensive der genossenschaftlichen Finanzgruppe von 2018 bis 2022.

2020 haben wir unsere geplanten Investitions- und Instandhaltungsmaßnahmen vollständig durchgeführt. Um das Omnikanalerlebnis für unsere Kunden spürbar zu machen, beteiligten wir uns 2020 erneut mit rund 340.000 Euro an der Digitalisierungsoffensive der Genossenschaftlichen FinanzGruppe. Auch in den kommenden Jahren werden wir unseren Beitrag dazu leisten.

Kundeneinlagen weiter auf Wachstumskurs

Unsere Mitglieder und Kunden schenkten uns auch 2020 großes Vertrauen. So stiegen die bilanziellen Kundengelder um 60 Mio. Euro auf 3.748 Mio. Euro gegenüber 2019. Insbesondere in Anbetracht der Niedrigzinsphase stießen gewinnbringende Geldanlagekonzepte unserer Berater – in Zusammenarbeit mit unseren Partnern der Genossenschaftlichen FinanzGruppe, Union Investment und DZ Bank – auf großes In­teresse. So belief sich der Kurswert der Wertpapierdepots auf 1.619 Mio. Euro – ein deutliches Plus von 105 Mio. Euro. Der durch Corona bedingte Einbruch der Märkte im März und deren anschließende schleppende Erholung hatten bei unseren Kunden zu großer Unsicherheit geführt. Hier waren unsere Berater gefragt, die den Kunden mit ihrem Know-how zur Seite standen. Bei unseren Versicherungspartnern R+V und KLV generierten wir im Bereich der Lebensversicherung in Summe Zuwächse. Die Rückkaufswerte betrugen 295 Mio. Euro und nahmen um 2 Mio. Euro zu. Durch die große Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen wurden ergänzende Verträge bei unserem Partner, der Bausparkasse Schwäbisch Hall, von insgesamt 165 Mio. Euro abgeschlossen. Das ist eine Steigerung um 2 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr.

Mitgliedschaft heißt Mitgestalten

Wir richten unser Denken und Handeln konsequent an der Förderung unserer Mitglieder aus. So profitierten sie auch 2020 im Rahmen des Vorteilsprogramms MeinPlus bei Einkäufen regional und bundesweit von Vorteilsleistungen unserer über 210 regionalen und über 17.000 bundesweiten Partner. 2020 kamen 2.434 neue Teilhaber der VR Bank Rhein-Neckar hinzu. Trotz leichtem Rückgang von 722 Mitgliedschaften waren es zum Jahresende 85.361 Mitglieder.

Kontinuierliche Personalarbeit – ein wichtiger Erfolgsindikator

Die VR Bank Rhein-Neckar beschäftigte 2020 durchschnittlich 374 Vollzeit- und 202 Teilzeitkräfte sowie 48 Auszubildende. Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements fanden 63 gesundheitsfördernde Maßnahmen statt, an denen 222 Mitarbeiter an 12 verschiedenen Standorten teilnahmen. Über unsere hauseigene ­VR-Akademie boten wir 55 interne Personalentwicklungsmaßnahmen an. Im Rahmen unseres Führungs- und ­Expertennachwuchspools wurden 7 Mitarbeiter ausgebildet. In interne und externe Schulungs- und Trainingsmaßnahmen investierten wir 377.767 Euro. Unsere Mitarbeiter nahmen an insgesamt 1.239 Tagen an Maßnahmen, Schulungen und Seminaren beziehungsweise Trainings, etwa zum Thema Beratungsqualität, teil.

Personal

Fazit und Ausblick

Unser Bilanzgewinn von 10 Mio. Euro im Vorjahr ist auf 8,9 Mio. Euro gesunken. Uns belasteten 2020 insbesondere die Coronapandemie und das Niedrigzinsniveau, das zu einem rückläufigen Zinsertrag geführt hat. Ebenfalls geringer als 2019 fiel das Provisionsergebnis aus. Die Unsicherheit durch Corona führte hier zeitweise zu einer Zurückhaltung bei den Kunden. Positiv zu verzeichnen sind geringere Kosten im Vergleich zu 2019: Zum einen haben wir durch Sparmaßnahmen unsere Sachkosten gesenkt, zum anderen mussten wir durch den Sondereffekt der Neuberechnung der Pensionsrückstellungen weniger Rückstellungen bilden, was die Personalkosten reduzierte. Die durch uns vorgenommenen Abschreibungen sowohl bei den Kundenkrediten als auch bei den eigenen Wertpapieren sind in Anbetracht der Umstände vertretbar. Auch 2020 haben wir unser Eigenkapital durch Zuführungen in unsere Rücklagen gestärkt und damit die Grundlage für künftiges Kreditwachstum geschaffen. Der Rückgang unseres Bilanzgewinns ist in Anbetracht der herausfordernden Umstände 2020 zufriedenstellend. Großer Dank gilt unseren Mitarbeitern, die die Herausforderungen des vergangenen Jahres mit viel Einsatz gemeistert haben. Wir sind sehr zuversichtlich, dass unser Ergebnis trotz anhaltender Pandemie stabil bleibt.

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